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Angst Tag 2

Dienstag 8. März 2016Wieder ein Tag geschafft, momentan zähle ich schon fast die Stunden bis zu unserem Umzug am 29.3. Dann geht es zurück in die Heimat. Ich kann es kaum erwarten, nur wurde ich heute unsanft aus meinem Egoismus gerissen. Von meiner 5 jährigen Tochter. Sie will nicht schon wieder umziehen, nicht wieder den Kindergarten wechseln. Sie hat lange geweint und danach ich. Ein Umzug ist unumgänglich, erstens beruflich, zweitens weil es mir von Tag zu Tag schlechter geht. Ich habe Heimweh, so was habe ich im Leben noch nicht gehabt. Wenn meine Mama zu Besuch ist, heule ich danach tagelang, weil ich am liebsten mit zurück gefahren wäre. Erst wenn man die Heimat verlässt, merkt man wie wertvoll die Familie ist. Vorher war es selbstverständlich, jetzt ist es Luxus wenn die Oma mal zu Besuch ist. Und wäre das nicht schon genug, sind da immer die Ängste. Jeden Tag sind sie da, mal stärker, mal weniger stark. Heute war da zwischenzeitlich mal wieder die Angst einfach tot umzufallen. Kennt das wer? Von einer Sekunde zur anderen kommt mir der Gedanke, was passiert wenn jetzt einfach mein Herz stehen bleibt. Ich kann mir diese Gedanken einfach nicht erklären und ich will die einfach loswerden. Nur wie? Viele von euch denken jetzt sicher, warum nimmt sie nicht einfach Antidepressiva und geht in eine Therapie? AD ist für mich Teufelszeug und verändert die Persönlichkeit und werde ich, solange ich selbst entscheiden kann, nicht nehmen. Therapie habe ich gemacht, bis ich im Oktober letzten Jahres umgezogen bin. 6 Monate, ohne das ich überhaupt etwas gemerkt habe. Ich bin einmal die Woche zur Erzählstunde gegangen. Für mich ist das momentan keine Option. Eine Option ist eine stationäre Therapie, nur habe ich davor Angst. Weil da kriegt man unter Garantie Tabletten und dann sind da noch meine beiden Mäuse, was passiert mit denen wenn ich wochenlang in einer Klinik bin? Abends im Bett ist es fast am Schlimmsten, ich frag mich immer warum die Gedanken Achterbahn fahren nur weil es draussen dunkel ist. Eigentlich doch Quatsch.Freu mich wenn jemand mit ähnlichen Probleme einen Kommentar da lässt. Ich finde, darüber zu reden hilft oft. Wenn es schlimm ist, rede ich auch immer mit meinem Mann drüber. Irgendwie wird es dann besser. Auch darüber zu schreiben, hilft irgendwie. In der Zeit denkt man an das was man schreibt und nicht an das was man fühlt.
8.3.16 20:32


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Angst Tag 1

Montag 7. März 2016Da ist sie wieder, die Angst! Seit 2 Jahren ist sie da und ich weiß nicht warum. Wovor habe ich Angst? Gute Frage, vor allem eigentlich. Am schlimmsten ist die Angst zu sterben. Meine Kinder hier alleine zu lassen. Ich bin 35 und kerngesund. Warum ich diese Angst habe ist und bleibt mir ein Rätsel. Meine ehemalige Therapeutin sagte es ist Kontrollverlust. Ich habe Angst davor die Kontrolle zu verlieren, über meinen Körper, meine Gefühle, meine Gedanken.Es ist wieder schlimm geworden, seit Oktober letzten Jahres hat es sich extrem verschlimmert, ich gehe alleine kaum noch raus. Ich hole meine Kinder ab und das wars auch schon fast. In Begleitung geht es, da kann ich auch zum einkaufen oder spazieren gehen. Grund hierfür liegt klar auf der Hand. Vor 6 Monaten sind wir meinem Mann zuliebe 200 km von zu hause weg gezogen und ich habe mich noch nie in meinem Leben so einsam gefühlt. Ich fühle mich so verdammt alleine, obwohl ich garnicht alleine bin. Meine beiden Töchter sind da und abends und am Wochenende ist mein Mann da, aber tief im Inneren bin ich völlig einsam und isoliert. Ich hab keinen mit dem ich mal reden kann, auf der Strasse kenn ich niemanden, ich lebe hier völlig anonym und ich hasse es. Ich war nie der Mensch mit vielen Freunden und Bekannten, aber noch nie im Leben habe ich mich so danach gesehnt wie jetzt. Und obwohl wir in 3 Wochen wieder zurück ziehen, wird meine Angst gerade stärker und stärker. Wovor habe ich Angst? Angst das meine Kinder mir dieses hin und her nicht verzeihen, sie müssen Kindergarten erneut wechseln, neue Freunde finden. Angst das es zuhause nicht besser wird, Angst vor der Angst. Und immer wieder diese Angst umzukippen, warum? Mir ist das nie passiert, nie!! Warum habe ich diese Angst davor? Ich habe mir so oft bereits versucht einzureden, selbst wenn ich umkippe? Was dann? Was passiert dann? Sterben werde ich schon nicht direkt, und wenn? Dann merk ich es nicht mehr. Im schlimmsten fall, findet mich jemand und ruft den Krankenwagen. Und? Warum hab ich davor solche Angst? Ich verstehe es nicht und will es auch garnicht verstehen. Es wäre so viel einfacher wenn man wüsste warum man diese Angst hat, aber ich glaube dann hätte man sie erst garnicht.Mein Tag heute war geprägt von der Angst in Ohnmacht zu fallen. Ich konnte sie den ganzen Tag nicht abstellen, dabei würde ich das so gerne. Ich wäre so gerne mal wieder so richtig glücklich im Leben, einfach mal einen Tag voller Freude und Liebe und Spass. Durch meine Angst ist meine Ehe ein Trümmerhaufen, die Beziehung zu meinen Kinder angespannt, verkrampft irgendwie. Ich liebe sie mehr als mein eigenes Leben, aber kann es ihnen oft durch meine Angst nicht zeigen.Manchmal frage ich mich, ob ich einfach lernen muss das ich so bin. Das es mein Leben ist und das ich damit leben muss. Aber ich will nicht von meinen Gedanken gefangen sein. Ich will raus gehen, will einkaufen gehen, will frei sein, ohne daran denken zu müssen, das ich Angst habe im Einkaufsladen in Ohnmacht zu fallen. Es fallen ja auch soooo viele Menschen jeden Tag im Supermarkt in Ohnmacht so das man sich davor fürchten muss das es einem selbst auch passiert.Ich will anfangen mir selbst zu helfen, in dem ich schreibe. Meine Gedanken teilen, vielleicht mit Menschen denen es genauso geht und vielleicht können hier auch andere Betroffene ihre Tageserlebnisse aufschreiben.
7.3.16 17:38


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